Studien

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Effects of a Form of Equine-Facilitated Learning on Heart Rate Variability, Immune Function, and Self-Esteem in Older Adults.

Baldwin et al., 2018

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Da Pferde als Fluchttiere ständig ihre Umgebung beobachten und sofortiges Feedback auf menschliches Verhalten und Emotionen geben, kann dieses Verhalten Menschen helfen ihre unmittelbaren Empfindungen und Gefühle besser wahrzunehmen. Pferde-gestütztes Lernen (Equine-Facilitated Learning = EFL) geht auf diesen Gedanken ein.

Ältere Menschen sind anfälliger für physiologische und psychologische Störungen, wie Bluthochdruck, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Immunschwäche, Angststörungen, Depressionen und niedrigem Selbstwertgefühl. Diese hängen mit einem Ungleichgewicht des autonomen Nervensystems zusammen. Wenn diese Menschen lernen, ihre Empfindungen und Gefühle besser wahrzunehmen, können sie möglicherweise einige dieser Störungen vermeiden.

In dieser Studie wurde untersucht, ob die EFL-Methode „Con Su Permiso“ bei älteren Menschen zu einer erhöhten HRV, verbessertem Selbstwertgefühl und verbesserter Immunfunktion führt.

Hypothese

„Wir gehen davon aus, dass ältere Menschen während der pferde-gestützten Lernmethode (EFL) „Con Su Permiso“ ihre körperlichen Empfindungen und Emotionen stärker wahrnehmen, was zu einer erhöhten Herzratenvariabilität (HRV), einem verbesserten Selbstwertgefühl und einer verbesserten Immunfunktion führt.“

Con Su Permiso ist eine Beziehungs-aufbauende interaktive Übung mit dem Pferd, die auf dem einladenden Ansatz von „Adventures in Awareness“ (AIA) basiert.

Die Teilnehmer nähern sich langsam dem Pferd in Anwesenheit eines Trainers. Sie halten ihre Hand mit der Handfläche nach unten in Richtung der Pferdenase, sagen „Hallo“ und gehen dann wieder an den Rand der Koppel zurück.

Nachdem sie ihre Handflächen aneinandergerieben haben, um das Empfinden zu verstärken, nähern sie sich ruhig dem Pferd mit offenen Handinnenflächen unter Anleitung des Trainers. Sie bewegen sich näher, wenn sie eine Einladung vom Pferd wahrnehmen, z.B. wenn es sich ihnen zuwendet oder zuschaut. Mit den Handflächen ca. 10 cm vom Pferdekörper entfernt, scannen sie mit ihren Händen die gesamte Körperform des Pferdes und achten auf Empfindungen in ihren Händen.“

Wie lief die Studie ab?

  1. 55 Jahre oder älter
  2. fähig mindestens 30 Minuten auf unebenem Grund zu stehen oder zu laufen
  3. keine Herzrhythmusstörung
  4. keine Metallplatten, Herzschrittmacher oder Ähnliches im oder am Körper was Störungen mit dem Heart-Monitor verursachen könnte
  5. Probanden sollten nicht im Besitz eines eigenen Pferdes sein und momentan nicht reiten

½ Arab, ½ Percheron, 32-jährige Stute, 150 cm

½ Arab, ½ Curly Bashkir, 24-jähriger Wallach, 145 cm

Quarter Horse, 22-jähriger Wallach, 163 cm

Quarter Horse, 9-jähriger Wallach, 163 cm

In dieser Studie nahmen 24 Erwachsene (19 weiblich, 5 männlich) über 55 Jahre an einer einzelnen 15-minütigen Con Su Permiso-Sitzung teil, bei der sie sich auf ihre körperlichen Empfindungen und die Reaktionen des Pferdes konzentrieren mussten, während sie sich dem Pferd näherten und um es herumbewegten.

Die Teilnehmer dienten als ihre eigene Kontrolle, indem bei einer zweiten Con Su Permiso Einheit das Pferd durch einen Menschen ersetzt wurde.

Vor und nach den Interaktionen wurden bei den Menschen die Herzratenvariabilität (HRV), das Selbstwertgefühl (Rosenberg-Skala) und die Immunantwort (Speichel-Immunglobulin A, sIgA) gemessen.

Nach jeder Interaktion wurden die Teilnehmer in einem Abschlussinterview zu ihren Empfindungen und Gefühlen befragt. Die verwendeten Worte und Gesten wurden als positiv, neutral oder negativ kategorisiert.

Die HRV von Menschen und Pferden wurde gleichzeitig gemessen und mit Videoaufzeichnungen synchronisiert. Die Analyse der Frequenzbereiche der HRV lieferte Einblicke in die physiologischen Zustände von Pferden und Menschen.

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Klassifikation der menschlichen Gesten (Videoaufnahmen)

HRV, sIgA, und Selbstwertgefühl Werte vor und nach der pferdegestützten Aktivität wurden mithilfe von t-tests für verbundenen Stichproben auf Signifikanz überprüft. Ebenso wurde mit den Werten der Kontrollgruppe verfahren.

Repeated measures ANOVA wurde durchgeführt um die Unterschiede zwischen den Effekten der Kontrollgruppe und der Gruppe der pferdegestützten Aktivität, zu vergleichen.

SigmaStat Software wurde für die Analyse verwendet.

Welche ergebnisse konnte Die DatenAnalyse aufzeigen?

Die Herzfrequenz und die Atemfrequenz der Menschen stiegen während der Interaktionen mit Pferden und Menschen im Vergleich zur Ausgangsmessung signifikant an. Die Herzfrequenzvariabilität (SDRR) und das Selbstwertgefühl nahmen bei den Interaktionen mit Pferden und Menschen zu. Die Konzentration von Speichelimmunglobulin A (sIgA) veränderte sich jedoch nicht.

Während der Pferde-Interaktionen verschob sich das HRV-Frequenzspektrum der Menschen leicht in den sehr niedrigen Frequenzbereich (VLF), in welchem auch die Pferde die stärksten HRV-Beiträge zeigten. Dieser Effekt wurde bei den Mensch-Mensch-Interaktionen nicht beobachtet.

Bei drei der vier Pferde stieg die HRV während der Übung konsequent an, was auf einen gesunden Zustand hindeutet. Bei einem Pferd sank die HRV, was auf eine weniger effektive Vagusstimulation des Herzens schließen lässt.

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SDRR = Größe der Variation der zeitlichen Abstände der Herzschläge RMSSD = parasympatische Stimulation des autonomen Nervensystem Sehr niedrige Frequenz (VLF: 0.003–0.04 Hz), intrinsischer Rhythmus; niedrige Frequenz (LF: 0.05– 0.15 Hz); hohe Frequenz (HF: 0.15–0.4 Hz)

In den Abschlussinterviews verwendeten die Teilnehmer signifikant mehr positive und weniger negative Gesten, wenn sie über die Pferde-Erfahrung sprachen, im Vergleich zur Kontrollgruppe.

Die Worte und Gesten stimmten bei den Pferde-Interaktionen auch besser überein.

Dies deutet darauf hin, dass die Interaktionen mit Pferden den Menschen zugutekamen und zu einem belebten Zustand ohne Stress führten.

konnte die Forschungsfrage beantwortet werden?

“Die Ergebnisse sind teilweise konsistent mit unserer Hypothese. Wenn ältere Menschen ohne diagnostizierte Behinderung an Con Su Permiso teilnehmen, steigert sich die Achtsamkeit, die sie ihren körperlichen Empfindungen und Gefühlen widmen. Dies führt zu einem Anstieg der HRV und zu einem Anstieg des Selbstwertes.“

Baldwin, A. L., Rector, B. K., & Alden, A. C. (2018). Effects of a Form of Equine-Facilitated Learning on Heart Rate Variability, Immune Function, and Self-Esteem in Older Adults. People and Animals: The International Journal of Research and Practice, 1(1). https://docs.lib.purdue.edu/paij/vol1/iss1/5

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Das tägliche Befüllen der Heusäcke kann für die ein oder andere schnell zur psychischen Belastung werden, wenn das liebgewonnene Ross während der gesamten Befüll-Prozedur stur die Stangen der Stalltür mit den Hufen malträtiert und so das Gefühl erzeugt, dass es doch schon beinahe verhungert sei und das liebe Menschlein doch nur ein wenig Heu rüber schmeißen müsse, um es aus den Qualen zu befreien.

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Im Tierreich, wie auch in der Welt der Menschen, ist die Verbindung von Mutter und Kind eine besondere und für die Zukunft des Zöglings ausschlaggebende Beziehung.

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